Folkert Bockentien

1949 geboren in Flensburg,

freischaffender Künstler und zertifizierter Kunst- und Gestaltungstherapeut

 

spielte bisher folgende Rollen:

 

Säugling mnl., Täufling, glückliches Kind, Schüler an mehreren Institutionen -   nicht mehr so glücklich, sollte als Bilderstürmer 1964 von der Schule verwiesen werden, hatte der bedrohlich und autoritär, wie ich fand, im Klassenzimmer hängendem Reproduktion vom "Mann mit dem Goldhelm" mit Tafelkreide eine Brille verpasst,  befand mich doch mit Marcel Duchamp in guter Gesellschaft, er hatte bereits 1919 der "Mona Lisa" einen Bart angemalt. Konfirmand, Tischlerlehrling in Flensburg, Schulsprecher der gewerblichen Berufsschulen Flensburg.  Begeisterter Statist mit meinem Freund Ali Wolf, an den "Städtischen Bühnen Flensburg". Wehrdienstleistender als Matrose in Glückstadt, dann  Zeitsoldat, Rudergänger,  Richtschütze und Schiffskoch auf "Schnellboot Wolf, P 6062". Ungern Volontär im "gehobenen" (so meinten sie es die Inhaber jedenfalls) Möbeleinzelhandel in Flensburg.   Gern Töpferlehrling in Kappeln, ab jetzt Ehemann, Töpfer auf Hallig Gröde, Praktikant bei Kirchenrestauratorin Barbara Rentorff, Kiel und Gemälderestaurator Hennig Mathiessen, Landesmuseum in Schleswig. Sammler von Hyazinthengläsern und allerlei Kram. Lehrgangsteilnehmer zur Erlangung des Sportsee- und Sporthochseeschifferzeugnisses an der "Hanseatischen Yachtschule" in Glücksburg. Erzieher mit staatlicher Anerkennung in Wyk auf Föhr, Stade, Hemmoor und Buxtehude. "Zielperson" mit Verdacht auf "staatsverräterische Aktivitäten" (ein halbes Jahr lang Bewegungsbild, Aushorchung des Umfeldes), es kam aus Kiel der Beamte Ackermann ("wäre ich vor 30 Jahren gekommen, hatte ich dich jetzt nach Buchenwald gebracht") mit richterlichem Durchsuchungsbeschluss - "Deutschland im Herbst" - , ich hatte auf meiner Arbeitsstätte "Herrenhuter Sterne" in rot aufgehängt, wurde daraufhin von einem aufmerksamen Kollegen bei der Polizei als Mitglied der RAF angezeigt, ich hätte im ganzen Haus RAF Symbole aufgehängt. Ja jaja, so war das damals! Konfessionsloser, nach Kirchenaustritt. Fachschüler für Sozialpädagogik in Stade. Als Erziehungsbeistand von der Jugendgerichtshilfe bestallt. Unzufriedener Gaststudierender an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, lieber Autodidakt in Sachen Kunst.  Mehrfach Ausstellungsbesucher der Dokumenta in Kassel. Teilnehmer  an Veranstaltungen von Josef Beuys und Bazon Brock. Töpfer und Maler, Vater von Zwillingen, Hausmann,  Putzmann in der Grund- und Hauptschule auf der Hallig Langeness. Nebenkläger in einem Fall von Kindesmissbrauch auf  Hallig Langeness. Preisträger  des ersten Preises für das bestrestaurierte Schiff ("Auguste von der Lühe") bei der 100. "Kieler Woche" in Kiel. Vereinsmitglied bei der "Vereinigung der Freunde des Gaffelriggs". Feuerwehrmann bei der "Freiwilligen Feuerwehr Langeness - Oland". Gemeinderatsmitglied im Fremdenverkehrsausschuss  der Gemeinde Langeness-Oland, Parteilos. Engagierter für  dezentrale Energieversorgung, Zusammenarbeit mit Ulrich Jochimsen, Flensburg. Journalist, Text und Bild für NF Redaktion bei den "Husumer Nachrichten" und DPA in Kiel.  Zehn  Jahre Redakteur und Herausgeber der "Flaschenpost" und des "Jahreskompass". Werbeberater der Firma "Robert Wegst" in Westerland auf Sylt, Fisch- und Krabbenverkäufer auf Hallig Langeness. Ausbildung  beim Fernmeldeamt Flensburg zum Seefunker. Gründungsmitglied des "Vereins Museumshafen Flensburg", hier zeitweise Geschäftsführer. Restaurator meines schwimmenden Museums, des Elbewers "Hans von Wilster", Hallig Langeness. Von diesem Schiff auch als "Master and Owner"  angetitelt. Erneut Gemeindemitglied einer evangelisch-lutherischen Kirche (Wiedereintritt in die Kirche).  Tischler, Leiter der Töpferwerkstatt und Sozialpädagoge in berufsvorbereitender Maßnahme, Lehrkraft f. Kunsterziehung an der Schule für Erziehungshilfe in Flensburg. Aussteller bei der großen Kunstausstellung "Visionen" in Bad Kissingen. Meisterschüler für das Tischlerhandwerk. Schauspielschüler bei Ch. Bleidt, einigermaßen glücklich, Darsteller "Niederdeutsche Bühne" Flensburg. Bühnenbildner daselbst. Übersetzer Theaterstück "Unsere kleine Stadt" von der  hochdeutschen in die niederdeutsche Sprache. Neue Rolle als Ehemann. Sechs Jahre Studierender bei der "Arbeitsgemeinschaft für psychoanalytische Kunsttherapie" in Hamburg mit Abschlussdiplom. Verehrer von  Antoni Tápies. Cotherapeut für psychoanalytische Kunsttherapie. Ausstellungsteilnehmer  bei der "Kulturellen Landpartie" im Wendland. Preisträger bei Edgar Karten im "Museum für Kommunikation", Hamburg. Ordentliches Mitglied im Berufsverband für Kunst- und Gestaltungstherapeuten, DFKGT. Dipl.Kunst- und Gestaltungstherapeut (HP), Dozent für Kunstunterricht bei der APAKT in Hamburg. Autor/Stückeschreiber, zusammen mit Bernhard Rosenkranz entstanden zwei Bühnenstücke ( u.A. "das Oberlicht") zur NS Verfolgung homosexueller Männer und Frauen, Uraufgeführung in der "Opera Stabile" an der "Hamburgischen Staatsoper", Mitwirkung als Sprecher und "Sänger"-(sorry Mathias, Moritz und Gustav). Jeweils Rezitator, Lyrik und Prosa, in der "KZ Gedenkstätte Neuengamme" (Lange Nacht der Museen) und im  "Untersuchungsgefängnis, Hamburg". Gelehriger Schüler zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. "Offshore-Künstler" in Buxtehude. - Diese Aufstellung ist nicht vollständig.